You’ll never drive alone

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Hamburg geht in Führung bei geteilter Mobilität

Wer seine Wege gemeinsam mit anderen zurücklegt oder sich ein Fahrzeug teilt hat viele Vorteile. Geteilte Mobilität spart Geld, schafft Platz auf den Straßen und schont die Umwelt. In Hamburg stehen Bürgern und Besuchern eine Vielzahl an innovativen Services zur Verfügung. Per Smartphone lassen sich die verschiedenen Angebote nicht nur bequem nutzen, sondern auch individuell kombinieren. In Verbindung mit dem Öffentlichen Nahverkehr sind Mobilitätslösungen vom Shuttleservice bis zum Leihrad für alle leicht verfügbar. Mit geteilter Mobilität zeigt Hamburg schon heute, wie smarte Mobilität die Lebensqualität in Städten zusätzlich erhöht und die Umwelt schont.

Den Schlüssel zur Mobilität der Zukunft haben die meisten Menschen in Hamburg bereits in ihrer Tasche – das Smartphone. Künftig werden sich immer mehr Menschen Fahrzeuge teilen oder gemeinsam eine Strecke zurücklegen. Per App lässt sich das am einfachsten organisieren. Die digitalen Helfer schaffen zudem Überblick über ein wachsendes Feld an Angeboten in der Hansestadt. Hamburg ist dabei nicht nur Pionier hinsichtlich der verfügbaren Mobilitätsangebote, sondern will mit der digitalen Plattform switchh will die Stadt eine Schnittstelle zwischen Öffentlichem Nahverkehr und privaten Mobilitätsanbietern schaffen. So werden künftig alle relevanten Mobilitäts-Dienstleistungen Hamburgs in einer Anwendung angeboten.

Traffic Light Forecast

Infografik Geteilte Mobilität

Carsharing stärkt die Elektromobilität

Hamburg war 2011 die erste europäische Metropole für Daimlers Carsharing-Dienst car2go. Im Sommer 2018 wurde der Dienst in Deutschlands zweitgrößter Stadt bereits von über 200.000 Kunden genutzt. Mittlerweile stellen die beiden größten Anbieter car2go und DriveNow, hinter denen die Autokonzerne Daimler und BMW stehen, derzeit rund 1.500 Fahrzeuge in der Hansestadt bereit – und bieten ihre Fahrzeuge künftig gemeinsam unter der Marke SHARE NOW an, dem neuen Joint-Venture beider Hersteller. Nach dem Free-Floating-Prinzip lassen sich die Fahrzeuge spontan über eine App lokalisieren und buchen. Die Nutzer können die Fahrzeuge nach Gebrauch in einem festgelegten Gebiet wieder abstellen, so dass der nächste Kunde das Fahrzeug wieder nutzen kann. In enger Kooperation mit der Stadt wollen die beiden Fahrzeughersteller BMW und Daimler bis Ende 2019 ihre Carsharing-Flotten elektrifizieren und dafür entweder rein elektrische Fahrzeuge oder Autos mit Plug-In-Hybridantrieben bereitstellen.

Steigende Umweltbilanz

Auch andere Anbieter, wie etwa Cambio, Flinkster, Greenwheels oder Ubeeqo setzen zunehmend Fahrzeuge mit alternativen Antriebstechnologien ein. Das verbessert die ohnehin gute Umweltbilanz des Carsharings zusätzlich. Im Schnitt ersetzt ein Carsharing-Auto vier bis acht private PKW und fördert zugleich die Nutzung vom Fahrrad oder dem Öffentlichen Nahverkehr. Weil viele Kunden auf ein eigenes Auto verzichten, sinkt der Flächenverbrauch für Parkplätze und entlastet so vor allem die Straßen in Wohngebieten. Zudem können durch den schnelleren Fahrzeugaustausch im Carsharing schneller emissionsfreie Antriebe eingesetzt werden. So steigt durch das wachsende Carsharing-Angebot auch die Anzahl der Elektroautos in Hamburg rasant an. Hilfreich dabei ist, dass Hamburg auch hinsichtlich der Ladeinfrastruktur zu den Spitzenreitern unter Europas Metropolen gehört.

Gemeinsam smart unterwegs

Neben rein elektrischen Antrieben ist in Hamburg inzwischen die größte zusammenhängende Flotte von emissionsfreien Brennstoffzellenfahrzeugen unterwegs. Der japanische Autokonzern Toyota hat im Herbst 2017 insgesamt 20 Brennstoffzellenautos vom Typ Mirai an den Elektro-Fahrdienst CleverShuttle ausgeliefert, die nun neben weiteren elektrisch betriebenen Fahrzeugen die Kunden über Hamburgs Straßen chauffieren. Der Mirai ist eine in Serie gefertigte Limousine, die mit Wasserstoff betankt wird und diesen über eine Brennstoffzelle in elektrischen Strom umwandelt und damit einen Elektromotor antreibt. Gegenüber herkömmlichen Elektrofahrzeugen verspricht der Hersteller durch dieses Verfahren eine schnellere Betankung und eine höhere Reichweite von bis zu 500 km. Zudem wird in der Metropolregion Hamburg derzeit daran gearbeitet, Verfahren zu etablieren, mit denen der Wasserstoff ökologisch und ökonomisch sinnvoll aus überschüssigem Windstrom erzeugt werden kann.

Auch Taxis kann man teilen

Der Mobilitäts-Dienstleister CleverShuttle versteht sich als sogenannter Ride-Pooling Fahrdienst. Kunden können über eine Smartphone-App Fahrten buchen und werden dann am gewünschten Ort abgeholt. Durch das Ride-Pooling, also die Bündelung von Fahrgästen mit ähnlichen Fahrstrecken, will der Anbieter Kosten senken und so Preise anbieten, die je nach Zeit und Strecke bis zu 40 Prozent unter den lokalen Taxipreisen liegen sollen. Dies hat mittlerweile auch das Taxigewerbe auf den Plan gerufen. So hat der in Hamburg ansässige Marktführer mytaxi mit mytaximatch ein innovatives Angebot in diesem Bereich gestartet. Damit lässt sich ein Taxi nicht nur per App bestellen, sondern die Fahrt auch mit anderen Fahrgästen teilen, so dass sich für alle Kunden nicht nur die Kosten reduzieren, sondern die Fahrzeuge auch besser ausgelastet werden. Auch mytaxi gehört zum neuen Mobilitäts-Joint-Venture von BMW und Daimler und wird künftig unter dem Namen FREE NOW firmieren. Neben den neuen Antriebstechnologien sind es gerade solche innovativen Mobilitätskonzepte, die dazu beitragen, die Ökobilanz zu verbessern

Mobilität auf Knopfdruck

Auch die Deutsche Bahn testet in Hamburg, wie per App bestellbare Fahrdienste ihr Angebot attraktiver machen können. In Kooperation mit der Stadt setzt die Bahn seit Mitte 2018 unter dem Namen ioki 20 elektrisch betriebene on-demand Mini-Busse in Hamburg ein, um Pendler in ihren Wohnquartieren einzusammeln und zu einem Knotenpunkt für den öffentlichen Nahverkehr zu befördern.

Zudem bietet seit April 2019 der Fahrdienst MOIA in Hamburg seinen Betrieb an. Auch hier teilen sich beim sogenannten Ride-Pooling. Personen mit ähnlicher Strecke ein umweltfreundliches Shuttle. MOIA ist eine Marke des VW-Konzerns und hat speziell für diesen Zweck ein neues Elektrofahrzeug entwickelt. Die Fahrgäste können per App auf ein engmaschiges Netz virtueller Haltestellen zugreifen, an denen sie dann abgeholt werden.

Innovativ unterwegs auf zwei Rädern

Dass Shared-Mobility-Lösungen auch den öffentlichen Nahverkehr sinnvoll ergänzen können, hat die Deutsche Bahn schon frühzeitig mit StadtRAD Hamburg gezeigt. Die roten Leihräder sind inzwischen aus der Stadt nicht mehr wegzudenken. Bürger und Besucher können aktuell an bislang 220 Stationen eines von 2.600 Fahrrädern ausleihen. Aktuell wird der Service auf 350 Stationen und 4.500 Fahrräder erweitert. Besonders attraktiv macht das Angebot, dass die erste halbe Stunde kostenlos ist und Hamburgs Verkehrsnetz stetig für den Radverkehr optimiert wird. Das macht auch private Leihradservices wie nextBike oder Donkey Republic gerade für längere Touren immer attraktiver. Für alle die gerne auf zwei Rädern unterwegs sind, aber nicht in die Pedale treten möchten, ist Roller-Sharing eine echte Alternative. Über den Anbieter Emmy können E-Scooter – ähnlich wie bei den Free-Floating-Services von BMW oder Daimler – per App ausgeliehen werden.

Durch das vielfältige Mobilitätsangebot wird die Verkehrswende in Hamburg nicht nur beschleunigt, sondern auch für alle unmittelbar erlebbar. Durch die Integration in das Angebot des Öffentlichen Nahverkehrs zeigt Hamburg schon heute, wie das Mobilitätssystem der Zukunft das Leben in den Metropolen verbessern kann.