Film in Hamburg

(A Most Wanted Man / Senator Home Entertainment)

Wasser brandet an den Kai. Ein vermummter Mann erklimmt mit letzten Kräften das Ufer im Industriegebiet. Hinter ihm liegt die HafenCity am Horizont. Über der Elbe geht bald die Sonne auf, ein mächtiges Containerschiff schiebt sich durch den Kanal. Der Mann macht sich auf den Weg zum Hauptbahnhof. Er steht im Verdacht, ein Terrorist zu sein.

So beginnt der internationale Spionagethriller A MOST WANTED MAN, der 2013 als eine von vielen Produktionen in den letzten Jahren in Hamburg gedreht worden ist. "Ich mag Hamburg sehr“, schwärmt Regisseur Anton Corbijn. „Hafenstädte sind interessant, weil sie ständig dem Einfluss von außen ausgesetzt sind. Hamburg ist jungfräuliches Gebiet für die Zuschauer. Nicht wie Paris, New York, Rom oder auch Amsterdam, von denen jeder schon eine Vorstellung hat."

Hamburg als Drehort

Rund 120 nationale und internationale Filmprojekte entstehen pro Jahr in der Hansestadt, darunter Kino und TV-Filme, Reihen und Serien, Dokumentar- und Kurzfilme. Zu den beliebtesten Locations gehören der Fischmarkt, die Speicherstadt, die Landungsbrücken und natürlich die „sündige Meile“ – die Reeperbahn. 1.300 filmwirtschaftliche Unternehmen sind in der Stadt angesiedelt, darunter etablierte Produktionsfirmen wie Wüste Film, Relevant Film, Josefine Film, Network Movie oder Studio Hamburg Produktion, die seit vielen Jahren für anspruchsvolle Kino- und Fernsehfilme stehen. Auch viele Produzenten jüngerer Generation machen von Norddeutschland aus auf sich aufmerksam. Mit der Initiative Hamburg lebt Kino organisiert und vernetzt sich die aufstrebende Nachwuchsszene, darunter Firmen wie Detailfilm, Tamtam Film oder auch Junafilm, die mit TORE TANZT als einziger deutscher Filmbeitrag 2013 zu den Filmfestspielen nach Cannes eingeladen wurde. Dass Hamburg auch als Animations- und Trickfilmstandort immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist den hochwertigen Filmarbeiten von Firmen wie Trikk17, Animationsfabrik oder Ulysses Filmproduktion zu verdanken.

Preisgekrönte Filme

Hamburger Produktionen bringen regelmäßig Preise in die Hansestadt. Fatih Akin wurde 2004 für GEGEN DIE WAND mit dem Goldenen Bären in Berlin ausgezeichnet. Für den österreichischen Film DIE FÄLSCHER konnten sich zwei Hamburger Produzentinnen in Los Angeles den Oscar abholen. Und als Absolventen des Filmstudiums an der Hamburg Media School haben Max Zähle (RAJU) und Florian Baxmeyer (DIE ROTE JACKE) den Student Academy Award („Studentenoscar“) erhalten. Emmy Awards gab es für den Dokumentarfilm MUSIK ALS WAFFE sowie den Dreiteiler UNSERE MÜTTER, UNSERE VÄTER. Ari Folmans DER KONGRESS wurde als bester europäischer Animationsfilm ausgezeichnet.

Die Vielfalt der Filmfestivals

Wie vielfältig und lebendig die Filmszene ist, zeigt auch die große Anzahl an Filmfestivals in der Stadt. Über 40.000 Besucher sehen bei Filmfest Hamburg jährlich mehr als 140 Filme. Mit dem Douglas-Sirk-Preis zeichnet das Festival Persönlichkeiten aus, die sich um Filmkultur und Filmbranche verdient gemacht haben. Das Internationale KurzFilmFestival und die Lesbisch-Schwulen Filmtage sind zwei der europaweit bedeutsamsten Festivals ihrer Art. Komplettiert werden die vielseitigen Kinoveranstaltungen durch die Dokumentarfilmwoche Hamburg, das Unerhört Musikfilmfestival, das CineFest und viele weitere Festivals. Fast 30 Filmtheater, darunter das Abaton, Zeise und Metropolis Kino, zeigen vom internationalen Blockbuster bis zum regionalen Arthouse-Kino eine große Bandbreite internationaler Filmkultur. Kino Open Airs und Outdoor-Cinema-Aktionen von A Wall Is A Screen oder Flexibles Flimmern zeigen Filme außerhalb des Kinosaales und auf öffentlichen Wänden in Hamburg und der ganzen Welt.

Ansprechpartner Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein

Für alle Belange der filmischen Arbeit im Norden ist die Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein erster Ansprechpartner. Sie unterstützt Kino- und außergewöhnliche Fernsehproduktionen aller Genres und Längen und bietet außerdem ein breites Serviceangebot für Filmproduktionen in der Stadt. Mit Initiativen wie Hamburg Loves Film macht sie sich in Kooperation mit Hamburg Tourismus für eine drehfreundliche Hansestadt stark. Mit der Deutsch-Dänischen Co-Production Development Initiative und dem Producers Lab Hamburg setzt die FFHSH auf internationale Vernetzung und regt lokale Produktionsfirmen zu Koproduktionen an.

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